Thomas Otte
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Stress ist im Leben unausweichlich. Was wir aber beeinflussen können, ist unser Denken über die Situation. 90% unseres Stresserlebens entstehen im Vorfeld, schon beim Nachdenken. Es gibt zehn Denkfallen, die es hier zu vermeiden gilt.

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Eines der Haupthindernisse für die erfolgreiche Umsetzung des ‚Betrieblichen Eingliederungs-Managements‘ ist die belastete Form der Gesprächsführung. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fühlen sich an jene verhörartigen ‚Krankenrückkehrgespräche‘ aus der Vergangenheit erinnert, die oft genug auf die Aufhebung des Arbeitsverhältnisses abzielten. Weshalb sie schon bald unter wohlklingenden neuen Namen firmierten, wie ‚Gesundheitsgespräch‘ oder ‚Anwesenheits-Verbesserungsprozess‘. Dieses neue Etikett ermöglichte den Unternehmensführungen dann auch die Behauptung, dass ‚Krankenrückkehrgespräche‘ im Betrieb doch schon längst nicht mehr existierten. Die Realität sieht leider anders aus.
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Das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) in Unternehmen ruht auf drei Säulen: Dem Arbeitsschutz, der Gesundheitsförderung und dem ‚Betrieblichen Gesundheitsmanagement‘ (BEM).

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Zwar nimmt die Zahl physischer Belastungen am Arbeitsplatz immer mehr ab, auch dank der Automatisierung, gleichzeitig erkranken aber mehr und mehr Menschen in ihrem Beruf heutzutage psychisch. ‚Depression‘ oder ‚Burn-Out‘ sind nur zwei der Begriffe, die sich für diese Krankheiten eingebürgert haben.

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Manchmal ist ein Blick auf Übersetzungen nützlich, um generelle Einstellungen in einer Gesellschaft kenntlich zu machen. „Carpe diem“ – dies gab sich einst der antike Dichter Horaz zum Lebensmotto. ‚Nutze den Tag‘ – das haben wir in der deutschen Übersetzung daraus gemacht. Konträr zur eigentlichen Bedeutung dieses Satzes. Das Verb ‚carpere‘ heißt nämlich ‚pflücken‘. ‚Pflücke den Tag‘ – das ist also das, was Horaz einst niederschrieb: Denn du weißt nie, ob dieser Tag nicht dein letzter ist. Also schöpfe ihn lustvoll bis zur Neige aus. Die korrektere Übersetzung lautet daher: ‚Genieße den Tag!‘.

Aber wir haben der Horazischen Weisheit einen völlig anderen Sinn gegeben, der viel besser in unsere Welt der Zeitplanung und des ewigen Termindrucks passt. Funktionieren sollen wir, ständig unsere knappe Zeit ‚nutzen‘. Auch Gefühle sind dabei meist nur hinderlich. Obwohl Gefühle ebenso wichtig sind für die Gesundheit und für die Psychohygiene wie eine erfolgreich erbrachte Leistung.

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Dass auch der präzise und durchdachte Wortlaut eines Textes Argumenten zum Sieg verhilft, ganz unabhängig von ihrem Inhalt, das ist nur wenigen bewusst. Dies gilt vor allem, seit jede und jeder in den Social Media so spricht, wie ihr oder ihm der Schnabel gewachsen ist. Güldene journalistische Grundsätze verlieren dort ihre Gültigkeit. Nehmen wir zum Beispiel die verpönten ‚Füllwörter‘.

Ein Satz sollte kurz und schlicht sein und keinen unnötigen Wortballast enthalten, das lehren bekanntlich alle Journalistenschulen. Trotzdem machen selbst die kleinen ‚Füllwörter‘ Sinn, vor allem dann, wenn es darum geht, den Eindruck von Glaubwürdigkeit und Zugehörigkeit zu erzeugen oder zu zerstören.

Uns geht’s ja noch gold“, lautet die stehende Redensart von Kempowskis Mutter in den Tadellöser-Romanen. Ein ‚Sprachpapst‘ wie Wolf Schneider hätte diesem Satz sofort die ‚überflüssigen’ Beiwörter ‚ja’ und ‚noch’ amputiert, das sei doch Schnickschnack, Ornament und überflüssiger Wortballast: „Uns geht’s gold“ sei zum Sinntransport völlig ausreichend. Ist das so? Faktisch gehen durch diese Verkürzung dem Satz doch wesentliche Bedeutungselemente verloren.

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„Jede Ameise hat jetzt ein Megafon“, hieß es zu Beginn der Online-Revolution. Das war damals durchaus positiv gemeint: Der virtuelle Raum sollte zu einem demokratischen Forum werden, wo sich jeder mit seiner Meinung frei artikulieren könne. Von dieser Euphorie ist nicht viel geblieben.

Gerade im politischen und sozialpolitischen Bereich ist das Internet zu einem Schlachtfeld für ‚Hater‘ und für Hetze geworden, wo Desinformation und Fälschung eher zu den Regeln, als zu den Ausnahmen gehören. Der amerikanische Präsident, dem die ‚Washington Post‘ sieben blanke Lügen je Tag seiner Amtszeit nachwies, ist nur ein Beispiel für solche Verschiebungen. Ein Tweet von El Presidente wird von vier Millionen Menschen gelesen – und in der Folge erbittert verteidigt. Die Lüge ist gesellschaftsfähig geworden, sie ist vor allem für Rechtsextreme eine probate Waffe in den ideologischen Auseinandersetzungen.

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Einer sagt was, alle anderen empfangen seine Nachricht ohne Möglichkeit der Widerrede. Das ist das alte Kommunikationsmodell des ‚One to Many‘ in der Informationstheorie. Es liegt heute längst im goldenen Abendlicht, denn die Situation hat sich grundlegend gewandelt. Auch die Betriebs- und Personalräte stehen am Beginn einer neuen und völlig veränderten Öffentlichkeitsarbeit – und dies vor allem dank der sozialen Medien: ‚Instagram‘, ‚MyView‘, ‚WhatsApp‘, ‚Twitter‘ oder ‚Facebook‘ haben – neben vielen anderen – die kommunikative Situation verwandelt: Viele reden ab jetzt mit vielen …

Die Lage stellt sich dadurch einerseits wesentlich ‚demokratischer‘ dar: Alte Hierarchien wurden eingeebnet, kein Absender zählt mehr als der andere. Es sei denn, er besäße die nötige Akzeptanz und ‚natürliche Autorität‘. Im Kern aber zählen heute nur noch die besseren Argumente. Es regiert das Spiel von Spruch und Widerspruch.

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Er klingt allein schon wie eine trockene Scheibe Knäckebrot – dieser Begriff ‚Öffentlichkeitsarbeit‘. Ist diese ‚Öffentlichkeit‘ nicht jener gefährliche Bereich, wo man aus dem Schatten auf die Bühne tritt, wo plötzlich jedes Wort auf die Goldwaage gelegt wird, wo im Konfliktfall die Anwälte der Gegenseite schon mit den einstweiligen Verfügungen wedeln? Dazu dann noch ‚Arbeit‘! Das klingt doch nach Mühsal, nach Mehrbelastung und Überstunden, neben all den eigentlich wichtigen Hauptaufgaben. Mit einem Wort: Der Begriff ‚Öffentlichkeitsarbeit‘ wirkt weder sexy noch vergnügungssteuer-pflichtig. Trotzdem hat er sich eingebürgert.

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‚Mors certa hora incerta‘, sagten die alten Lateiner: Der Tod sei uns sicher, nur die Stunde unsicher. Wenn es im menschlichen Leben etwas gibt, das unausweichlich ist, dann ist dies das Älterwerden. Solche lebenslangen Prozesse machen natürlich auch vor den Türen der Büros und Betriebe nicht halt. Auf einem leergefegten Arbeitsmarkt steigt der Prozentsatz älterer Menschen in Unternehmen. Die ‚Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung‘ hat ein Trainingsprogramm für alle Weiterlesen »